Bodenpressungen und grabenlose Rohrverlegung

Um die Erdrakete für die Bodenpressung zu starten, müssen eine Start- und eine Zielgrube ausgehoben werden. Mittels Peiloptik wird der Peilstab in der Zielgrube anvisiert. Danach wird die Erdrakete in der Lafette in Höhe und Seite einjustiert. Der Bodenverdrängungshammer wird mit Druckluft aus einem Baustellenkompressor vorgetrieben. Dabei wird ein unterirdischer Hohlraum aufgefahren. Voraussetzung dafür ist, dass der Boden verdrängbar ist. Muffenlose Kurz- oder Langrohre bis DN 160 aus Kunststoff oder Metall können direkt oder nach der Bohrung eingezogen werden. Die wichtigste Eigenschaft eines Bodenverdrängungshammers ist seine Zielgenauigkeit.


Deshalb unterscheidet man zwei Erdraketensysteme:

  1. Der Kolben schlägt auf das Gehäuse und treibt somit die gesamte Erdrakete in einem Stoß nach vorn (starres System).
  2. Der Kolben schlägt zuerst auf einen beweglichen Meißelkopf und danach auf das Gehäuse. Die Erdrakete wird in zwei Arbeitsschritten vorwärts bewegt. Dieses Verfahren wird 2-Taktverfahren genannt und gilt als besonders zielgenau.
  • Bodenverdrängungshämmer erreichen (je nach Boden) eine Vortriebsgeschwindigkeit von bis zu 15 m/h.
  • Die Bohrungen sind in der Regel bis 15 m lang.
  • Bodenverdrängungshämmer sind mit einem Rückwärtsgang ausgestattet.
  • Eine Ortung der Rakete ist möglich, sodass der Vortriebsfortschritt von der Oberfläche aus genau verfolgt werden kann. Allerdings ist nur eine Überwachung möglich; der Bodenverdrängungshammer kann nicht gesteuert werden.

In kürze folgt hier eine Bildergalerie mit aktuellen Beispielfotos.